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Wie frühe RSI‑Adopter Simul sich auf den perfekten Sturm vorbereiteten

Verfasst von Markus Aregger | Nov 18, 2020 11:57:56 AM

Das Potenzial der Fernsimultandolmetschtechnologie in einem frühen Stadium nutzend, hat Japan’s führender Sprachdienstleister seinen Kunden erfolgreich dabei geholfen, den mehrsprachigen Dialog im virtuellen Raum fortzusetzen.

Die Übersicht

Japan genießt weltweit den Ruf, einen Schritt voraus zu sein.

Eine Kultur des gegenseitigen Helfens, des harten Arbeitens sowie der Förderung und Annahme neuer Technologien treibt Japan an, das weltweit den dritten Platz im BIP belegt. Seit einem halben Jahrhundert spielt Simul International Inc, Japans führender Anbieter von Sprachdienstleistungen, eine bedeutende Rolle bei der Förderung interkulturellen Verständnisses und Dialogs für prominente politische, wirtschaftliche und kulturelle Sprecher und Organisationen.

Die Herausforderung

Seit 1965 im Geschäft, hat Simul International Inc. zahlreiche technologische Revolutionen erlebt und sich erfolgreich an neue Umgebungen und Marktbedürfnisse angepasst. Angesichts des in den letzten Jahren rasch wachsenden Marktes für Dolmetscher- und Übersetzungsdienste sucht Simul kontinuierlich nach Verbesserungen der Arbeitsabläufe, um seinen Kunden eine hohe Qualität einfacher, effizienter und kostengünstiger zu bieten. In den letzten Jahren legen viele Kunden vermehrt Wert darauf, Verwaltungskosten zu senken und analoge Dolmetschgeräte durch Wi-Fi- und smartphone-unterstützte Anwendungen zu ersetzen.

Mit den Olympischen Spielen in Tokio in Sicht haben wir eine steigende Nachfrage nach vielfältigen Dolmetschdiensten registriert. Das bestätigte unsere Positionierung, dass wir von analoger Ausrüstung Abstand nehmen und den Bedarf an mehr Flexibilität, Systematisierung und Reduzierung des Personaleinsatzes decken müssen. Die einfache Auftragserteilung und -verwaltung ist ein wichtiger Aspekt von Qualität, und wir wollten diesen Service auf ein neues Niveau heben”, erklärt Simul-Präsident Junichi Hayashi-san.

Der Ansatz

Mit der Technologie für Fernsimultandolmetschen (RSI), die neue Möglichkeiten für Sprachdienstleister eröffnet, hat Simul‑Präsident Junichi Hayashi‑san das Potenzial von RSI’s für sein Unternehmen bereits in einem frühen Stadium genutzt: zur Eliminierung zahlreicher Kostenschichten, zur Flexibilität der Dolmetschlieferung und zur Zukunftssicherung des Geschäfts. Viele von Simul’s Kunden haben die Vorteile des Ferndolmetschens vor Covid‑19 noch nicht erlebt. Doch als das Virus weiter verbreitet wurde, wuchs die Nachfrage nach Interprefy bei Simul rasch. Heute stammen mehr als die Hälfte der Simul‑Veranstaltungen mit Ferndolmetschen von Anfragen zurückkehrender Kunden, die die weitere Nutzung von Interprefy für Veranstaltungen wünschen.

 

Als das führende Unternehmen im Bereich der Fernsimultandolmetschung hat sich Interprefy als ein sehr wertvoller und zuverlässiger Partner für uns erwiesen. Sie haben ihr Interesse am japanischen Markt gezeigt und den Prozess sorgfältig weitergeführt”, Junashi Hayashi-san schließt.

Die Dolmetscherzentren

Simul hat im Oktober 2019 erstmals damit begonnen, Kunden die Interprefy's RSI-Lösung bereitzustellen, und entschied sich, eine professionelle Remote-Umgebung für Dolmetscher zu schaffen, um Simultandolmetschen zu ermöglichen. Viele Haushalte in Japan verfügen über sehr begrenzten Platz für das Arbeiten von zu Hause, und die Sicherstellung zuverlässiger Verbindungen während der Sitzungen über Ethernet-Kabel erwies sich für viele als schwierig. Deshalb hat Simul beschlossen, booth-ähnliche Räume in ihren Büros in Tokio und Osaka einzurichten, wodurch zwei Dolmetscher-Hubs entstehen, die einen schalldichten und gut ausgestatteten professionellen Arbeitsplatz für Remote-Dolmetschen bieten. Bei Bedarf hat Simul die Kapazität, bis zu 10 temporäre Räume hinzuzufügen, sodass 20 Dolmetscher gleichzeitig von den Hubs aus arbeiten können.

Zusätzlich zu den Hindernissen bei der Schaffung eines guten Arbeitsumfelds zu Hause fühlen sich einige Dolmetscher ängstlich, wenn ihr Dolmetscherpartner nicht in Sicht neben ihnen ist. Mit unseren Dolmetscher‑Hubs haben wir dieses Problem gelöst, während Dolmetscher weiterhin die Möglichkeit haben, von zu Hause aus zu arbeiten”, sagt Junichi Hayashi‑san.

Das Ergebnis

Simul hat sein Interprefy-Angebot für seine Kunden im Januar 2020 gestartet und war gut gerüstet für den Sturm, der folgen würde. “Da wir unter diesen Umständen nicht mehr große Treffen zusammenbringen und abhalten konnten, haben wir begonnen, Remote-Interpretation und Interprefy stärker unseren Kunden zu empfehlen, um ihnen Wege zu zeigen, ihre Veranstaltungen online zu verlegen”, Hayashi-san erklärt. Innerhalb von vier Monaten wurden über 100 Veranstaltungen online durchgeführt, indem Simul’s Interpretationsdienste über Interprefy’s Gateway-Lösung genutzt wurden, um hochwertige Remote-Interpretation für Vorstands- und Führungssitzungen in Webex, BlueJeans oder Zoom zu liefern.

“Die neue Normalität ist etabliert, der Bedarf an Ferninterpretation wächst weiter und we’re sehr glücklich, die Dienstleistungen anbieten zu können, die den client’s Bedürfnissen in Bezug auf Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit entsprechen”, Junichi Hayashi-san schließt.

Als früher Anwender der Fernsimultan-Technologie hat Simul nicht nur die Covid-19-Krise erfolgreich gemeistert, sondern auch das Bild des zukunftsorientierten Denkens der japanischen Geschäftskultur bestätigt.